Eskalation im Nahen Osten: Trumps Ultimatum, dramatische Rettungsaktion und massive Luftschläge
Die Lage im Nahen Osten spitzt sich zu. US-Präsident Donald Trump hat der iranischen Führung ein 48-Stunden-Ultimatum gestellt, das am 6. April abläuft. Er fordert die sofortige Öffnung der vom Iran blockierten Straße von Hormus und drohte andernfalls an, dass „die Hölle über sie hereinbricht“. Bislang lässt der Iran dort nur Schiffe ausgewählter Staaten, wie nun auch dem Irak, passieren.
Inmitten dieser Hochspannung ist US-Spezialkräften eine dramatische und erfolgreiche Rettungsaktion tief im feindlichen Hinterland geglückt. Mehr als einen Tag nach dem Abschuss eines amerikanischen F-15-Kampfjets über dem Iran konnte auch das zweite vermisste Besatzungsmitglied (ein Waffenoffizier) lebend, wenn auch verletzt, geborgen werden. Die Kommandoaktion, die Trump auf seiner Plattform Truth Social feierte, wurde von heftigen Gefechten und US-Luftangriffen begleitet, um anrückende iranische Revolutionsgarden (IRGC) auf Distanz zu halten. Während der Iran behauptet, bei dem Rettungseinsatz über Isfahan ein weiteres US-Flugzeug abgeschossen zu haben, berichten US-Quellen lediglich von Beschuss auf zwei Hubschrauber, die den iranischen Luftraum jedoch sicher wieder verlassen konnten.
Parallel zur Rettungsmission überziehen sich die Konfliktparteien mit schweren gegenseitigen Angriffen. Der Iran startete gleich mehrere Raketenwellen auf Israel, die trotz Abfangmaßnahmen in der Küstenmetropole Tel Aviv mindestens fünf Zivilisten verletzten und Gebäude beschädigten. Auch aus dem Jemen und dem Libanon kam es zu Raketenbeschuss auf Israel. Zudem griff der Iran das Nachbaremirat Kuwait mit Drohnen an, was zu erheblichen Schäden an zwei Kraftwerken samt Wasserentsalzungsanlagen sowie an einem Regierungskomplex führte.
Im Gegenzug führen die USA und Israel massive Bombardements auf iranischem Boden durch. Bei einem Angriff auf ein petrochemisches Zentrum im Südwesten des Irans wurden nach lokalen Angaben fünf Menschen getötet. Darüber hinaus verkündete US-Präsident Trump, dass bei nächtlichen Luftschlägen auf die Hauptstadt Teheran gezielt „zahlreiche hochrangige Militärvertreter“ der iranischen Führung ausgeschaltet worden seien.
Die Heftigkeit des Krieges zeigt mittlerweile weitreichende internationale Konsequenzen. Aus Sorge um die Sicherheit evakuiert der russische Staatskonzern Rosatom derzeit in seiner bislang größten Evakuierungsaktion Hunderte Mitarbeiter aus dem unter Beschuss geratenen iranischen Atomkraftwerk Bushehr ins benachbarte Armenien. Um den Informationsfluss über militärische Operationen zu kontrollieren, hat die US-Regierung zudem kommerzielle Anbieter von Satellitenbildern, wie „Planet Labs“, angewiesen, die Veröffentlichung von Aufnahmen aus dem Iran und der gesamten Krisenregion auf unbestimmte Zeit einzustellen.