Jeder Vierte hat eine Einwanderungsgeschichte – und ohne sie würde Deutschland schrumpfen!
Die Zahlen sind da – und sie sind gewaltig: Mehr als 21 Millionen Menschen mit Einwanderungsgeschichte leben mittlerweile in Deutschland. Das sind so viele wie nie zuvor! Doch was bedeutet das für unser Land, unsere Renten und unsere Zukunft?
Über ein Viertel der Bevölkerung!
Die neuesten Zahlen für 2025 sprechen eine klare Sprache: Sage und schreibe 21,8 Millionen Menschen in Deutschland haben eine Einwanderungsgeschichte – das ist mehr als jeder Vierte! Genauer gesagt liegt der Anteil bei 26,3 Prozent der Gesamtbevölkerung in privaten Haushalten. Noch im Vorjahr lag der Wert bei 25,8 Prozent. Tendenz: steigend!
Zur Einordnung: Gezählt werden alle, die entweder selbst seit 1950 nach Deutschland eingewandert sind, oder deren beide Elternteile den Weg hierher gefunden haben.
Die Top 5 der Herkunftsländer
Von den 21,8 Millionen sind satte 16,4 Millionen selbst eingewandert, weitere 5,4 Millionen wurden als Kinder zweier zugewanderter Elternteile bereits in Deutschland geboren. Und woher kommen die meisten? Knapp 40 Prozent aller selbst Eingewanderten stammen aus gerade einmal fünf Ländern: Polen und die Türkei liegen mit jeweils 1,5 Millionen Menschen Kopf an Kopf an der Spitze, dicht gefolgt von der Ukraine (1,3 Millionen), Russland (1,0 Millionen) und Syrien (1,0 Millionen). Allein diese fünf Nationen stellen 6,3 Millionen Menschen!
Allerdings – und das ist bemerkenswert – hat sich das Wachstumstempo deutlich verlangsamt. Kamen zwischen 2021 und 2024 im Schnitt noch 6,2 Prozent pro Jahr hinzu, waren es 2025 nur noch 1,7 Prozent. Die große Zuwanderungswelle scheint abzuebben.
Ohne Einwanderung würde Deutschland dramatisch schrumpfen
Und jetzt kommt die vielleicht wichtigste Zahl des Tages: Die Bevölkerung ohne Einwanderungsgeschichte – also 56,8 Millionen Menschen – ist im vergangenen Jahr um fast eine halbe Million geschrumpft! Minus 488.000 Personen, ein Rückgang von 0,9 Prozent. Insgesamt hat Deutschland 2025 zwar „nur" 38.000 Einwohner verloren. Aber ohne den Zuwachs bei den Menschen mit Einwanderungsgeschichte wäre die Bevölkerung um satte 478.000 Personen geschrumpft! Die Zuwanderung wirkt also wie ein Puffer gegen den demografischen Schwund.
Jung gegen Alt – der Altersunterschied ist enorm
Ein Blick auf die Altersstruktur zeigt, warum Einwanderung demografisch so bedeutsam ist: Menschen mit Einwanderungsgeschichte sind im Durchschnitt gerade einmal 38,2 Jahre alt. Die Bevölkerung ohne Einwanderungsgeschichte bringt es dagegen auf stolze 47,6 Jahre – fast ein ganzes Jahrzehnt mehr! Bei den 25- bis 34-Jährigen hat bereits mehr als jeder Dritte eine Einwanderungsgeschichte. Bei den über 65-Jährigen ist es hingegen nur jeder Siebte. Seit 2005 ist die Zahl der Menschen mit Einwanderungsgeschichte um unglaubliche 67 Prozent gewachsen – das sind 8,8 Millionen Menschen mehr in nur zwanzig Jahren!
Akademiker ja, Azubis nein – das Bildungs-Paradox
Besonders spannend wird es beim Thema Bildung – denn hier offenbart sich ein erstaunliches Paradox unter den jungen, selbst eingewanderten Erwachsenen zwischen 25 und 34 Jahren:
Bei akademischen Abschlüssen liegen sie fast gleichauf mit der Gesamtbevölkerung: 33 Prozent haben einen Hochschulabschluss, in der Gesamtbevölkerung sind es 34 Prozent. Praktisch kein Unterschied!
Doch dann der Schock: Mehr als jeder Dritte (36 Prozent!) der selbst Eingewanderten in dieser Altersgruppe hat überhaupt keinen beruflichen Abschluss und befindet sich auch nicht in Ausbildung. In der Gesamtbevölkerung liegt dieser Wert bei nur 17 Prozent – also nicht einmal der Hälfte! Und bei der klassischen Berufsausbildung – dem Herzstück der deutschen Wirtschaft – klafft eine riesige Lücke: Nur 27 Prozent der jungen Eingewanderten haben eine duale Ausbildung oder einen Fachschulabschluss. In der Gesamtbevölkerung sind es satte 46 Prozent.
Was bleibt unterm Strich?
Die Botschaft ist klar: Deutschland wird bunter, jünger – und ist auf Einwanderung angewiesen, um nicht dramatisch zu schrumpfen. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung hat mittlerweile eine Einwanderungsgeschichte, und dieser Anteil wird weiter wachsen. Die gute Nachricht: Bei der akademischen Bildung sind junge Eingewanderte fast auf Augenhöhe. Die schlechte: Bei der beruflichen Ausbildung, dem Rückgrat des deutschen Mittelstands, klafft eine gewaltige Lücke. Hier liegt das größte Integrationspotenzial – und die größte Herausforderung für die kommenden Jahre. Deutschland muss liefern – und zwar schnell!