Mit FlixBus in den Osterurlaub nach Kiew und zurück

Wer günstig in den Urlaub fahren möchte, greift häufig zu FlixBus. Das grüne Fernbus-Netzwerk verbindet mittlerweile zahlreiche europäische Länder und ermöglicht auch Reisen in die Ukraine – allerdings meist nicht direkt. Von vielen deutschen Städten aus geht es mit einem oder mehreren Umstiegen über Polen nach Kiew oder in andere ukrainische Städte. Direkte Verbindungen von Deutschland nach Kiew sind nur zeitweise verfügbar und nicht durchgehend garantiert.

Die Preise machen den Reiz von FlixBus aus. Einfache Fahrten in die Ukraine starten oft bei etwa 60 Euro, können je nach Saison, Wochentag und Buchungszeitpunkt aber auch deutlich teurer werden. Wer flexibel ist und mehrere Wochen im Voraus bucht, findet meist die günstigsten Tickets. Hin- und Rückfahrt zusammen liegen bei guter Planung häufig unter 150 Euro – ein unschlagbarer Preis im Vergleich zu Flug oder Bahn, besonders wenn man wenig Gepäck hat.

Trotz der günstigen Preise sollte man die Besonderheiten einer solchen Reise nicht unterschätzen. Die Busse sind in der Regel modern, klimatisiert und mit WLAN ausgestattet, doch die Fahrt dauert lange. Von Berlin nach Kiew muss man mit 20 bis 30 Stunden rechnen, je nach Route und Umstieg. An der polnisch-ukrainischen Grenze kommt es immer wieder zu erheblichen Wartezeiten. Je nach Verkehrslage und Grenzkontrollen können mehrere Stunden vergehen, manchmal sogar über Nacht. Viele Reisende berichten, dass die Grenzüberquerung der unangenehmste Teil der gesamten Fahrt ist.

Für den Hinweg in den Urlaub ist das oft noch gut zu verkraften. Man plant einfach einen zusätzlichen Puffer ein und genießt danach die entspannte Zeit am Ziel. Schwieriger wird es auf dem Rückweg. Wer den Urlaub bis zur letzten Minute auskosten möchte, riskiert Verspätungen und verpasste Anschlussbusse. Besonders in der Hauptsaison oder an Feiertagen kann es eng werden. Es lohnt sich daher, den Rückbus mit ausreichend Zeitabstand zu buchen oder eine flexible Rückfahrt-Option zu wählen, falls FlixBus diese anbietet.

Trotz der langen Fahrzeiten und möglichen Grenzverzögerungen bleibt FlixBus für viele eine attraktive Alternative. Studenten, junge Reisende und alle, die das Abenteuer einer Busreise nicht scheuen, sparen damit spürbar Geld. Wer Wert auf Komfort und Schnelligkeit legt, wird eher zum Flugzeug oder zur Bahn greifen. Für alle anderen ist die grüne Flotte eine praktische und günstige Möglichkeit, die Ukraine zu erreichen – vorausgesetzt, man bringt Geduld mit und plant die Grenzwartezeiten realistisch ein.

Am Ende zählt vor allem die richtige Einstellung: Mit FlixBus in den Urlaub zu fahren bedeutet nicht nur günstig unterwegs zu sein, sondern auch Zeit für ein gutes Buch, Serien oder Gespräche mit Mitreisenden zu haben. Wer das schätzt, kommt entspannt und mit vollem Portemonnaie zurück – oder zumindest mit der Gewissheit, dass die nächste Reise wieder günstig möglich ist.


Auf Nachfrage bei Flixbus waren die Busse voll ausgelastet. Der Fehler liegt nicht bei denjenigen, die das ausnutzen, sondern bei den Behörden, die solche Anreize schaffen.

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