Der feuchte Traum der Grünen wird endlich wahr: Von der E-Auto-Zwangsbeglückung zur Kriegswirtschaft light

Ach, ist das nicht wunderschön? Da reibt man sich morgens die Augen, schaut in die Zeitung, und siehe da: Mercedes-Chef Ola Källenius verkündet huldvoll, man wäre „grundsätzlich bereit zu liefern" – Rüstung natürlich, was sonst. Und ein kollektives Seufzen geht durch die Altbauwohnungen von Prenzlauer Berg bis Freiburg-Vauban: Endlich!

Jahrelang mussten die armen Grünen mitansehen, wie die deutsche Autoindustrie diesen unsäglichen Verbrennungsmotor produzierte – Sie wissen schon, dieses Teufelszeug, mit dem Pendler aus Brandenburg zur Arbeit fuhren und Familien in den Urlaub. Wie barbarisch! Doch mit CO₂-Strafzöllen, Verbrenner-Verboten und einer ordentlichen Prise chinesischer Konkurrenz hat man der Sache schon mal ordentlich den Garaus gemacht. Jetzt fehlte nur noch der krönende Abschluss: die Konversion zur Wehrwirtschaft.

Vom Klimakiller zum Kettenfahrzeug – Ein Bildungsroman

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Dieselben Moralprediger, die noch 2021 jeden SUV-Fahrer rhetorisch standrechtlich erschießen wollten, dürfen jetzt zuschauen, wie die von ihnen totregulierte Industrie sich in die Rüstungsproduktion flüchtet. Das ist nicht Ironie, das ist Hegel auf Speed. Die Dialektik der Aufklärung, präsentiert von Habeck und Lang.

„Wirtschaftlich sinnvoll", nuschelt Källenius. Übersetzt: Wenn man uns das zivile Geschäft kaputtreguliert hat, müssen wir halt Haubitzen lackieren. Friss oder stirb, liebe Belegschaft – und falls du stirbst, dann wenigstens für die regelbasierte Ordnung.

Panzer sind das neue Lastenfahrrad

Die geistige Brillanz dieser Transformation kann gar nicht hoch genug gewürdigt werden:

- Früher: Mercedes baut S-Klasse für Manager → BÖSE (CO₂!)

- Heute: Mercedes baut Truppentransporter für die Ukraine → GUT (Werte!)

Der Auspuff bleibt derselbe, nur die Moral wechselt das Vorzeichen. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet die Friedenspartei, gegründet von Birkenstock-Träger:innen mit Anti-Atomkraft-Buttons, die deutsche Rüstungsindustrie zum Wachstumssektor der Dekade machen würde? Joschka Fischer lacht sich in seinem Beraterbüro ins Fäustchen.

Und das Beste: Es ist alles „nur eine kleine Nische", versichert Källenius brav. Natürlich. Wie die Energiewende auch mal eine kleine Nische war, bevor sie aus Deutschland den Strompreis-Champion Europas gemacht hat. Wie die Migrationspolitik auch mal nur „ein bisschen humanitäre Geste" war. Wie der Atomausstieg auch nur eine „kleine Korrektur" war, bevor wir russisches Gas, amerikanisches Fracking-LNG und französischen Atomstrom importierten – natürlich alles streng moralisch geprüft.

Die Grüne Synthese: Tarnfarbe ist das neue Grün

Erkennen Sie die Schönheit? Die Partei, die antrat, um die Welt vor allem Bösen zu bewahren – Auto, Fleisch, Kohle, Heizung, Eigenheim – hat es geschafft, ein Land zu erschaffen, in dem die letzte funktionierende Großindustrie demnächst Munition statt Mittelklassewagen produziert. Das nenne ich mal Transformation.

Wo früher der Stern für deutsche Ingenieurskunst stand, prangt er bald auf der gepanzerten G-Klasse für den Häuserkampf in Charkiw. Wo früher VW den Käfer für den kleinen Mann baute, wird in Osnabrück über Iron-Dome-Lizenzen verhandelt. Rheinmetall-Aktien gehen durch die Decke – während Habeck in Talkshows mit Tränen in den Augen über „Zeitenwende" philosophiert, als hätte er sie nicht selbst mit jeder Unterschrift unter ein Industrievernichtungsgesetz herbeigeführt.

Fazit: Mission erfüllt, Genossinnen und Genossen

Bravo, liebe Grüne. Wirklich. Ihr wolltet die Welt retten – mit Lastenrädern, Veggie-Days und Wärmepumpen. Bekommen habt ihr eine Nation, in der der Wohlstand schrumpft, die Industrie flüchtet und die letzte Hoffnung der Beschäftigten darin besteht, Granaten statt Getrieben zu fertigen.

Das „Auto für alle" ist tot. Es lebe das „Auto für die Verteidigungsfähigkeit Europas". Der mobile Mittelstand wurde zum gepanzerten Mittelstand. Der Fortschritt hat gesiegt.

Und er trägt Tarnfarbe – natürlich CO₂-neutral lackiert, versteht sich.

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